YETE - Physikalisch verteilte Steuerung im Weltraum

Gesamtziel des Vorhaben

Im Rahmen des Projekts werden in erster Linie Methoden und Strategien zur Erlangung höchstmöglicher Verlässlichkeit und Performance mit begrenzten Ressourcen untersucht und erforscht, es werden zunächst keine primären wirtschaftlichen Ziele verfolgt. Die Ergebnisse werden sofort in der Lehre eingesetzt.

Bei diesem Vorhaben handelt es sich in erster Linie um eine Machbarkeitsanalyse, die mehrere Demonstratoren implementieren wird. Wir werden das Verteilen von Rechneraufgaben bei Robotern oder Weltraumfahrzeugen in einem Wireless-Rechnercluster demonstrieren. Das Cluster ist aber nicht begrenzt auf ein Fahrzeug, sondern kann sich über mehrere Roboter und Fahrzeuge und sogar bis auf die Bodenstation ausstrecken. Auf käuflicher, nicht optimierter Hardware werden wir Funktionstauglichkeit und Vorteile unseres Konzeptes zeigen. Dafür werden wir mit verschiedenen Hardwarekonfigurationen experimentieren. Nach erfolgreichem Abschluss werden wir ein fertiges Konzept haben, wie die optimale Hardware aussehen könnte.

Beispielszenario: „Inter- & Intra-Satelliten-Kommunikation“

In diesem Beispielszenario besteht das gesamte System aus mehreren kooperierenden Raumfahrzeugen, die mittels relativ starker Funksignale miteinander kommunizieren. Dieser Inter-Fahrzeug-Kommunikationslink kann eine Reichweite von mehreren Kilometern haben.

Intern in jedem Fahrzeug / Satelliten kommunizieren die Module - Computer, Aktuatoren und Sensoren - mittels relativ schwacher Funksignale mit einer Reichweite von wenigen Metern (maximal 10). Aber es besteht auch eine weitere leistungsfähigere Übertragungskapazität über mehrere Kilometer hinweg (bis zu 100 km im Falle der Satelliten; bis zu 2 km im Falle der Roboterfahrzeuge), um den Datenaustausch zwischen den Einheiten einer Formation zu ermöglichen.

Wir arbeiten mit mehreren kooperierenden Raumfahrzeugen. Falls eines Probleme hat, kann sich auch ein zweites Fahrzeug nähern, sodass es die Sensoren und Aktuatoren des ausgefallenen Fahrzeugs empfangen und ansteuern kann. Das zweite Fahrzeug kann dann nicht nur diagnostizieren, sondern sogar die Kontrolle übernehmen und das ausgefallene Fahrzeug fernsteuern (mit seinen eigenen Sensoren/Aktuatoren) und sogar woanders hinführen.

Das Vorhaben YETE wird zu 100% von der DLR-Agentur finanziert.

Förderkennzeichen: 50RA1330

Ansprechpartner:


Opens window for sending emailDipl.-Inf. Tobias Mikschl (Projektleiter)
Tel.: +49 931 31-80031

Prof. Dr.-Ing. Sergio Montenegro
Tel.: +49 931 31-83715